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peru.travel

Wednesday, August 5, 2026

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Sie werden überrascht sein, wie viele faszinierende Details Cusco bereithält.

Cusco, das Herz des Inkareiches, ist ein geheimnisvoller Ort voller Mystik und Spiritualität. Viele der beeindruckenden Bauwerke dieser legendären Stadt sind bis heute Zeugen einer faszinierenden Geschichte, in der es noch viel zu entdecken gibt.

Die einzigartige Architektur und der unverwechselbare Charme der Stadt reichen weit über das Sichtbare hinaus. Wer durch ihre engen Gassen schlendert, wird unweigerlich von ihrer besonderen Atmosphäre verzaubert. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige interessante Fakten vor, die Sie vielleicht noch nicht über diesen einzigartigen Ort wussten – und die Sie bei Ihrem nächsten Besuch unbedingt im Hinterkopf behalten sollten.

1. Der „Nabel der Welt“

Sicherlich haben Sie diesen Ausdruck schon oft im Zusammenhang mit Cusco gehört. Aber wissen Sie auch, was er wirklich bedeutet?

Der Name Cusco stammt aus dem Quechua, einer Sprache, die bis heute in Peru gesprochen wird. Die Begriffe „Qusqu“ oder „Qosqo“ bedeuten „Mitte“ oder „Nabel“. Dieser Name bezieht sich auf die Lage der Stadt hoch in den Anden und auf das weit verzweigte Straßennetz, das sich von hier aus entwickelte. Von Cusco aus waren sämtliche Gebiete des Tawantinsuyo, des Inkareiches, miteinander verbunden.

Die Vorstellung von Cusco als Zentrum beschreibt jedoch nicht nur seine geografische Lage, sondern auch seine politische, religiöse und spirituelle Bedeutung. Für die Inka war Cusco der Ort, von dem aus das Reich verwaltet wurde und an dem sich das politische, religiöse und gesellschaftliche Leben konzentrierte. Ein Spaziergang durch die Stadt bedeutet daher auch eine Reise in das symbolische Herz der Anden.

2. Cusco oder Cuzco?

Im Laufe der Geschichte wurde der Name der Stadt sowohl mit „S“ als auch mit „Z“ geschrieben.

Einige Studien gehen davon aus, dass die Schreibweise Cusco der ursprünglichen Quechua-Schreibweise „Qosqo“ näherkommt. Andere vertreten die Ansicht, dass die Form Cuzco aufgrund der besonderen Aussprache des Buchstabens „Z“ während der Kolonialzeit entstand.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Peru heute überwiegend die Schreibweise Cusco verwendet wird, um die Wurzeln der Quechua-Sprache zu bewahren. International ist hingegen Cuzco ebenfalls weit verbreitet. Beide Schreibweisen gelten als korrekt.

Dieser Unterschied spiegelt zugleich die kulturelle Geschichte der Stadt wider. Während Cusco die Rückbesinnung auf ihre andinen Wurzeln betont, erinnert Cuzco an den Einfluss der kolonialen Schreibweise. In Peru hat sich jedoch Cusco als Ausdruck historischer Identität und kultureller Zugehörigkeit durchgesetzt.

3. Der „Schwarze Christus“ als religiöses Symbol

Wenn Sie das Glück haben, während der Karwoche in Cusco zu sein, werden Sie von den Feierlichkeiten und der tiefen Verehrung des Herrn der Erdbeben (Señor de los Temblores) beeindruckt sein.

Jedes Jahr wird während dieser Festtage eine Statue des gekreuzigten Jesus in einer feierlichen Prozession durch die Straßen der Altstadt getragen. Tausende Gläubige begleiten die Figur und erweisen ihr entlang des gesamten Prozessionsweges ihre Ehre.

Señor de los Temblores, Plaza de Armas, Cusco / ©SHUTTERSTOCK

Señor de los Temblores, Plaza de Armas, Cusco / ©SHUTTERSTOCK

Die Verehrung des Señor de los Temblores zählt zu den bedeutendsten religiösen Traditionen Cuscos. Die Prozession vereint Glauben, Tradition und kollektive Erinnerung und zeigt eindrucksvoll, wie die Stadt ihren Glauben zwischen kolonialen Balkonen, gepflasterten Straßen und einer respektvollen Menschenmenge lebt.

4. Ein Karneval voller Satire

Eine der beliebtesten Traditionen der Einwohner Cuscos ist das Fest der Compadres und Comadres, eine der originellsten und traditionsreichsten Karnevalsfeiern.

Jedes Jahr zwischen Februar und März kommen Tausende Menschen zusammen, um mit Musik, Tanz und ausgelassener Stimmung den Karneval zu feiern.

Wochenlang bereiten die Teilnehmer fantasievolle und humorvolle Kostüme vor, mit denen sie auf satirische Weise die Gewohnheiten und Eigenheiten der Menschen darstellen. Dieses farbenfrohe Spektakel zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus nah und fern an.

Das Fest zeigt den Humor und den kritischen Blick der Bevölkerung Cuscos. Durch Satire, Verkleidungen und gemeinsames Feiern wird der Karneval zu einem Ort der Begegnung, an dem Traditionen, soziale Beziehungen und kreative Ausdrucksformen lebendig werden.

5. Das Geheimnis der Zahl 7

Auch eine Stadt wie Cusco ist nicht immun gegen den Aberglauben, den die Zahl Sieben im Laufe der Geschichte in vielen Kulturen hervorgerufen hat. In der Inka-Stadt gibt es mehrere Straßen, deren Namen mit dem Wort „siete“ (sieben) beginnen, zum Beispiel:

  • Siete Culebras (Sieben Schlangen)
  • Siete Ventanas (Sieben Fenster)
  • Siete Mascarones (Sieben Masken)
  • Siete Cuartones
  • Siete Angelitos (Sieben Engelchen)
  • Siete Diablitos (Sieben kleine Teufel)
  • Siete Borreguitos (Sieben Lämmchen)

Möchten Sie erfahren, warum? Finden Sie es bei Ihrer Reise nach Cusco selbst heraus.

Mauer der Calle Siete Culebras, Cusco / ©SHUTTERSTOCK

Mauer der Calle Siete Culebras, Cusco / ©SHUTTERSTOCK

Ein Spaziergang durch diese Straßen eröffnet eine neue Perspektive auf das historische Zentrum. Ihre Namen wecken Neugier, lenken den Blick auf architektonische Details und verwandeln den Stadtrundgang in eine spannende Entdeckungsreise voller Symbole, Geschichten und Legenden, die sich zwischen alten Mauern und historischen Häusern verbergen.

6. Eine Flagge voller Farben und Stolz

Viele Besucher wundern sich über eine Flagge, die an verschiedenen Orten der Stadt weht und auf den ersten Blick der LGBT-Regenbogenflagge ähnelt.

Dabei handelt es sich jedoch um einen Zufall. Bereits 1973 schlug der Radiosender Tawantinsuyo diese farbenfrohe Flagge als Symbol des Inkareiches anlässlich der Gründung Cuscos vor.

Die Flagge bestand aus den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett in horizontalen Streifen. Später übernahmen die Behörden diese Farben als Flagge des Tawantinsuyo, die schließlich auch zum Symbol Cuscos wurde. Interessanterweise entsprechen ihre Farben heute denen der internationalen Pride-Flagge.

Unabhängig von dieser Ähnlichkeit ist die Flagge zu einem wichtigen Symbol der lokalen Identität geworden. Sie schmückt Feste, öffentliche Plätze und bedeutende Veranstaltungen und steht für den Stolz der Stadt auf das Erbe des Tawantinsuyo.

7. Dächer mit Pucará-Stieren

Wer Cusco mit dem Flugzeug erreicht, wird von den roten Ziegeldächern vor der Kulisse der Anden beeindruckt sein.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man auf vielen Dächern ein oder zwei kleine Keramikfiguren. Diese werden Pucará-Stiere genannt.

In der andinen Kultur stellt man diese Keramikbullen auf Hausdächer, um das Zuhause zu schützen sowie Wohlstand und Glück anzuziehen.

Die Pucará-Stiere zeigen eindrucksvoll, wie lebendig die andinen Traditionen bis heute geblieben sind. Hoch oben auf den Dächern symbolisieren sie Schutz, Fruchtbarkeit und Wohlstand und verwandeln die Dächer Cuscos in kleine alltägliche Altäre, an denen Tradition und Familienleben aufeinandertreffen.

8. Eine Stadt in Form eines Pumas

Historikern zufolge wurde das alte Cusco in der Form eines Pumas angelegt.

In der Weltanschauung der Inka bildete der Puma gemeinsam mit dem Kondor und der Schlange eine heilige Dreifaltigkeit, die Himmel, Erde und die Welt der Toten symbolisierte.

Heute ist die Silhouette des Pumas aufgrund des Wachstums der Stadt kaum noch zu erkennen. Dennoch geht man davon aus, dass sich sein Kopf in der Festung Saqsaywamán, sein Herz auf der Plaza de Armas und sein Schwanz im majestätischen Qorikancha, dem Sonnentempel, befanden.

Diese Interpretation macht Cusco zu einer Stadt voller Symbolik. Ihr ursprünglicher Grundriss verdeutlicht die Bedeutung der inkaischen Weltanschauung für die Stadtplanung, bei der Architektur, heilige Tiere und Landschaft zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen.

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