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peru.travel
Wednesday, May 19, 2021
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Peru hat eine Geschichte, die eng mit dem katholischen Glauben verbunden ist. Das Resultat dieses Erbes sind zahlreiche Kirchen und Tempel, die in jeder Stadt und jedem kleinen Dorf des Landes zu sehen sind. Einige von ihnen besitzen beeindruckende Kunstsammlungen und wertvolle Skulpturen, andere wiederum zeichnen sich durch ihre schöne Architektur aus, die oft von den verschiedenen Strömungen und Baustilen der Zeit beeinflusst wurde.
Dank ihrer bedeutenden religiösen Tradition befindet sich in der Stadt Lima eine große Anzahl von Tempeln, Klöstern und Heiligtümern, die seit ihrer Gründung von verschiedenen Orden wie Dominikanern, Augustinern, Franziskanern, Jesuiten und anderen errichtet wurden. Sie sehen also, eine Möglichkeit, mehr über die Hauptstadt Perus und ihre Geschichte zu erfahren, bieten die zahlreichen Kirchen, die viele Geheimnisse in ihrem Inneren bewahren.
Nachfolgend möchten wir Ihnen einige der wichtigsten und am häufigsten besuchten Kirchen vorstellen, was sie darstellen und ihren Besuchern zu bieten haben.
Kathedrale von Lima
Mit ihrem Bau wurde 1535 begonnen und fünf Jahre später, am 11. März 1540, fand die erste Messe statt. Im Inneren befinden sich fünfzehn Kapellen, von denen eine die Überreste des Gründers von Lima, Francisco Pizarro, beherbergt. In ihr befindet sich auch ein bedeutendes Museum mit einer wertvollen Sammlung religiöser Kunst.
Sie gilt als die wichtigste Kirche Perus und als eine der herausragendsten in der Hauptstadt. Sie befindet sich gegenüber der Plaza de Armas und dem Regierungspalast und ist derzeit Schauplatz von prachtvollen katholischen Veranstaltungen wie der Misa Solemne (Feierliche Messe) und dem Te Deum, die jedes Jahr während der Patronatsfeiern unter der Leitung des Erzbischofs von Lima stattfinden.
Zweifellos ist die Kathedrale einer der Orte, die Sie auf Ihrer Besichtigungstour durch das historische Zentrum der Stadt besuchen müssen. Sie werden von ihrer imposanten Schönheit fasziniert sein und entdecken, welche Bedeutung die katholische Religion während der Gründung Limas hatte.

Mit ihrem Bau wurde 1535 begonnen und fünf Jahre später, am 11. März 1540,
fand die erste Messe statt. Kredit: Carlos Ibarra / PromPerú.
Iglesia Nuestra Señora del Rosario (Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz)
Mit knapp 50 Quadratmetern zieht diese kleine und farbenfrohe Kapelle im Zentrum von Lima wegen ihres großen kulturellen Wertes zahlreiche Besucher an. In ihrem Innern befinden sich ein Hauptaltar und Heiligenbild des heiligen Judas Thaddäus, der als Schutzpatron der Arbeit und der ausweglosen Situationen gilt. Die Kirche ist bei katholischen Gläubigen sehr beliebt.
Aufgrund ihrer kleinen Abmessungen (nur 10 Meter hoch, 5 Meter breit und 12 Meter tief) gilt sie als die kleinste Kirche der Welt, weshalb sie von Neugierigen und Ausländern, die die Hauptstadt besuchen, stark frequentiert wird; wenn man jedoch durch das kleine Portal eintritt, wird man von der einzigartigen Atmosphäre und Energie des Tempels in den Bann gezogen. Historikern zufolge war „La capillita“ - wie sie umgangssprachlich genannt wird - möglicherweise die erste Kirche, die nach der Kathedrale gebaut wurde.

Historikern zufolge war „La capillita“ möglicherweise die erste Kirche, die nach der Kathedrale gebaut wurde. Kredit: Carlos Ibarra / PromPerú.
Convento de San Francisco de Asís (Kloster des Heiligen Franz von Assisi)
Diese 1535 erbaute Basilika im Zentrum von Lima ist aufgrund ihrer herrlichen Barockarchitektur und allem, was sich in ihr verbirgt, ein Muss für jeden Besucher der Hauptstadt. Denn sie ist vor allem sehr berühmt aufgrund ihrer düsteren Katakomben: unterirdische Gewölbe, die in der Zeit des Vizekönigreichs als Begräbnisstätten dienten. Außerdem beherbergt sie auch eine große Bibliothek, die als eine der schönsten der Welt gilt und etwa 25 Tausend Bände über Theologie, Philosophie, Geschichte und Literatur ihr eigen nennt, sowie Werke der Barockkunst des siebzehnten Jahrhunderts, von berühmten europäischen Malern wie Peter Paul Rubens.
Das Kloster verfügt auch über herrliche Gärten und Innenhöfe, in denen vor allem der viereckige, von Bögen umgebene Hauptkreuzgang dem Betrachter ins Auge fällt, mit wunderschönen Fliesen und Gemälden aus dem Jahr 1671, die das Leben des heiligen Franz von Assisi erzählen.
Iglesia y Monasterio de Las Nazarenas (Kirche und Kloster von Las Nazarenas)
Dieser, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Tempel ist einer der bedeutendsten und meistbesuchten, vor allem weil er das Bildnis des Herrn der Wunder beherbergt, das auch als Cristo Moreno (dunkelhäutiger Christus), Christo de Pachacamilla oder Cristo Morado (violetter Christus) bekannt ist. Jedes Jahr empfängt Las Nazarenas eine Vielzahl von Besuchern, die kommen, um das heilige Bild zu verehren.
Der Ursprung dieser Hingabe geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Die Geschichte besagt, dass ein kongolesischer Sklave das Bild des gekreuzigten Christus auf eine Lehmwand in einem kleinen, im Stadtviertel von Pachacamilla mitten in Lima gelegenen Tempel, gemalt hatte. Im Laufe der Zeit überstand das Werk mehrere Erdbeben und blieb dennoch erhalten, ohne irgendeinen Schaden zu nehmen. Aus diesem Grund betrachteten die Einwohner von Pachacamilla und die Bürger im Allgemeinen das Bild als Wunder, da sie einfach keine Erklärung dafür fanden, warum die Lehmwand die starken Erdbewegungen ohne jeglichen Schaden überstehen konnte.
Besuchen Sie unbedingt die verschiedenen Winkel dieses schönen religiösen Viertels und lassen Sie die Darstellung des von den peruanischen Katholiken meistverehrten Heiligen auf sich wirken.

Dieser, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Tempel ist einer der bedeutendsten und meistbesuchten. Kredit: Adrián Portugal/ PromPerú.
Iglesia de la Merced (Kirche der Gnade)
Sie gilt als eine der schönsten und ältesten Kirchen in Lima. Ihr churrigueresker Barockstil geht auf das Jahr 1614 zurück, auch wenn sie 1746 nach einem starken Erdbeben, das die Stadt heimsuchte, teilweise neu gestaltet wurde. Die heutige Fassade aus salomonischen Säulen macht diese Kirche zu einem wahren architektonischen Schmuckstück von großer künstlerischer und ästhetischer Qualität.
Im Inneren kann man Retabel verschiedener Stile, Skulpturen und Gemälde aus der Zeit des Vizekönigreichs von großem Wert bewundern, darunter das von den Besuchern am meisten bewunderte Bild der Schutzmantelmadonna, auf dem sie beide Arme ausgestreckt hat. Heutzutage besuchen viele Gläubige diesen bedeutenden Tempel, um sich zu erinnern und auch das Kreuz von Pater Urraca zu verehren, von dem man glaubt, dass er Wunder bewirken kann.

Sie gilt als eine der schönsten und ältesten Kirchen in Lima. Kredit: Carlos Ibarra / PromPerú.
Iglesia y Santuario de Santa Rosa de Lima (Kirche und Heiligtum der Santa Rosa de Lima)
Die in der zentralen Avenida Tacna gelegene Kirche ist berühmt dafür, dass darin Isabel Flores de Oliva, besser bekannt als Santa Rosa de Lima, den größten Teil ihres Lebens verbrachte, und die als die erste Heilige Amerikas gilt. In ihrem Inneren kann man Bereiche wie die Einsiedelei besuchen, in der die Heilige Rosa ihre Gebete begann, und den Raum, in dem sie die Kranken empfing. Außerdem befindet sich in einem der Bereiche ein Bild des Jesuskindes, bekannt als „El doctorcito“ (Der kleine Arzt), den die Heilige aus Lima, wie es heißt, in einer schwierigen Situation um Hilfe bat.
Heutzutage besuchen jedes Jahr Tausende von Menschen das Heiligtum, nicht zuletzt wegen der großen Inbrunst der Gläubigen aus Lima, um an diesem Ort zu beten und Briefe mit Bitten oder Danksagungen in den Wunschbrunnen zu legen, eine Tradition, die besonders am 30. August, dem Tag des Schutzpatrons, gelebt wird.
Quellen: RPP / Diario Correo / Museosdelmundo.com / Turismoi.pe / Limasabe.pe
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