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Es genügt ihr nicht, die höchste tropische Gebirgskette der Welt zu sein, wunderschöne Gletscher wie den Huascarán oder beeindruckende schneebedeckte Gipfel wie den Alpamayo zu besitzen. Es genügt ihr auch nicht, von Bergsteigern aus aller Welt verehrt zu werden, die ihre Gipfel um jeden Preis bezwingen möchten, denn sie ist ebenso unwiderstehlich wie imposant.
Sie will mehr. Sie sehnt sich nach der Cordillera Negra, dem felsigen Riesen, der ihr gegenüberliegt. Der Traum dieser Braut ist ewig und unerreichbar, denn das Callejón de Huaylas trennt sie seit jeher. Doch die Cordillera Blanca ist und bleibt die schönste von allen – die begehrteste für ihre Bewohner und Besucher.
Die Cordillera Blanca liegt in den Anden im Norden Perus, genauer gesagt in der Region Áncash. Diese Gebirgskette mit einer Ausdehnung von etwa 200 km² zählt zu den Anden, der längsten kontinentalen Gebirgskette der Erde, die sich durch sieben Länder Südamerikas erstreckt.
Doch das ist noch nicht das Beeindruckendste an dieser Naturlandschaft: Mehr als ein Dutzend ihrer schneebedeckten Gipfel ragen über 6.000 Meter über dem Meeresspiegel hinaus. Darüber hinaus beherbergt sie den Parque Nacional Huascarán, ein vom peruanischen Staat geschütztes Naturgebiet, das von der UNESCO als Biosphärenreservat (1977) und als Weltnaturerbe anerkannt wurde.
Wie gelangt man dorthin?
Die Cordillera Blanca zu erreichen ist kein schwieriges Unterfangen. Derzeit gibt es zwei besonders beliebte Möglichkeiten, um diesen magischen und geheimnisvollen Ort zu erreichen, der von Natur und der charakteristischen Kälte der peruanischen Anden umgeben ist. Die schnellste Option ist ein Flug von Lima nach Anta (Carhuaz). Der Flug dauert etwa eine Stunde. Vom Flughafen Anta bis zum Parque Nacional Huascarán – Zugang Sektor Llanganuco, einem der Ausgangspunkte zur Erkundung der Cordillera Blanca, benötigt man mit dem Fahrzeug ungefähr eine Stunde und dreißig Minuten.
Alternativ können Sie von Lima nach Huaraz mit einem Überlandbus reisen. Die Fahrt dauert etwa acht Stunden.
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Sobald Sie am Fuße der gewaltigen Cordillera Blanca angekommen sind, bleibt nur noch eines: die zahlreichen Naturwunder zu entdecken, die auf Sie warten. Hier können Sie mehr als 500 Lagunen und 700 Gletscher kennenlernen. Zu den meistbesuchten zählen die Lagunen 69, Churup, Llanganuco und Llaca. Zu den beliebtesten Gipfeln unter erfahrenen Bergsteigern gehören Huascarán – mit 6.768 Metern der höchste Berg Perus –, Alpamayo, Huantsán, Huandoy, Chopicalqui und Santa Cruz.

Punta Unión. Trekkingroute Santa Cruz / © PROMPERÚ
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Cordillera Blanca?
Die ideale Zeit zur Erkundung der Cordillera Blanca liegt ungefähr zwischen Juni und September, während der Trockenzeit. In diesen Monaten sind die Tage meist sonnig, und der klare Himmel ermöglicht spektakuläre Ausblicke auf berühmte Berge wie Huascarán und Alpamayo. Regenfälle sind selten, wodurch Wanderungen, Bergtouren und Ausflüge zu Lagunen wie Llanganuco oder 69 deutlich einfacher werden. Auch die Wege befinden sich in einem besseren Zustand, und die Zugänge sind sicherer – ein wichtiger Faktor für alle, die mehrtägige Trekkingtouren oder Hochgebirgsexpeditionen planen.
Zwischen Juni und August ist das Wetter besonders stabil und vor allem nachts kalt. Tagsüber herrschen angenehme Temperaturen zum Wandern, während die trockene Luft die Farben der Andenlandschaft besonders intensiv erscheinen lässt. Diese Jahreszeit eignet sich hervorragend für Fotografen und Reisende, die klare Ausblicke und Outdoor-Erlebnisse ohne wetterbedingte Unterbrechungen suchen. Warme Kleidung und eine frühzeitige Reservierung werden empfohlen, da dies die beliebteste Reisezeit ist.
Die Monate April und Oktober gelten als Übergangszeit. Zwar kann es gelegentlich regnen, doch bieten sie eine ruhigere Reiseerfahrung mit weniger Besuchern. Gleichzeitig verbinden die Landschaften das satte Grün der Regenzeit mit zunehmend klarem Himmel. Damit stellen sie eine hervorragende Alternative für Reisende dar, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gutem Wetter und geringerer Besucherzahl suchen.
Von November bis März hingegen herrscht Regenzeit. Zwar präsentiert sich die Cordillera Blanca in dieser Zeit grüner und wasserreicher, doch können Niederschläge Wanderungen und Bergtouren erschweren. Einige Routen werden aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen. Dennoch ist diese Jahreszeit attraktiv für Reisende, die kulturelle Begegnungen, eindrucksvolle Landschaftsfotografie oder kurze Ausflüge zu leicht zugänglichen Aussichtspunkten bevorzugen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Trockenzeit die beste Zeit für einen Besuch der Cordillera Blanca ist, wenn sich die Natur von ihrer eindrucksvollsten und zugleich zugänglichsten Seite zeigt. Unabhängig vom gewählten Reisemonat bietet Huaraz eine tiefe Verbindung zu den Anden und ein unvergessliches Erlebnis für alle, die Abenteuer, Schönheit und reine Bergluft suchen.
Also wissen Sie Bescheid: Die Heimat der alten Kulturen Chavín, Recuay, Huaylas und Wari erwartet Ihren Besuch. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, dieses prachtvolle Tal zu entdecken.

Wie kommt man zur Weißen Kordillere?
Route 1
Lima - Anta (Carhuaz)
ca. 1 Std.
Anta (Carhuaz) - Parque Nacional Huascarán
ca. 1 Std. 30 Min.
Was kann man in der Weißen Kordillere unternehmen? Besuch archäologischer Stätte

Besuch archäologischer Stätten der Region. Kredit: J. Vallejo / PromPerú

Besuch des Parque Nacional Huascarán und seiner zahlreichen Attraktionen Kredit: Shutterstock.

Bergsteigen, Trekking, Reiten oder Camping. Kredit: Shutterstock.

Allgemeine Informationen
Preis
Besuch der Laguna 69:
Erwachsene (Peruaner): S/15
Erwachsene (Einheimische): S/12
Minderjährige (Einheimische): S/5
Eintritt Parque Nacional Huascarán:
Ausländer: S/30
Erwachsene (Peruaner): S/12
Minderjährige (Peruaner): S/5 (5–16 Jahre)
Erwachsene (Einheimische): S/5
Minderjährige (Einheimische): S/3
*Richtpreis für einen Tag
Unverzichtbar:
Bergsteigerausrüstung, Kamera, warme und wasserdichte Kleidung, Sonnenschutz sowie Bargeld.
Höhe:
3.091 m ü. M. (Áncash)
Minimum: 4 m ü. M. (Chimbote) Maximum: 3.910 m ü. M. (Shilla)
Klima:
Min.: 7 °C / Max.: 27 °C
