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Geschrieben von:

peru.travel

Wednesday, August 5, 2020

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Die Festung von “Sacsayhuamán“ (auf Quechua bedeutet dies zufriedener Falke), ist einer der wichtigsten archäologischen Komplexe des Inkareiches und befindet sich oberhalb der Stadt, zu den Toren Cuscos. Beim Besuch der Anlage kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: mit feinster Präzision und einer eindrucksvollen Technik wurde hier ein Stein auf den anderen gesetzt. Durch die Genauigkeit und die Harmonie mit welcher hier die gemeißelten, teils Metergroßen Steine auf- und aneinandergesetzt wurden bringt es den ein oder anderen Besucher an seine Grenzen der Vorstellungskraft. An diesem Ort taucht man ein, in die Geschichte der einst größten Zivilisation im vorkolumbianischen Amerikas.

Für den Erbau der archäologischen Anlage, mit einer Fläche von 3.000 Hektar, so schätzt man in Studien, waren die Arbeit von 25.000 Männern erfordert – unter ihnen Architekten, Astronomen, Ingenieuren, Schnitzer und Steintransporteure. Es wird außerdem angenommen, dass der Bau ab 1350 n.Chr. im Auftrag von Inca Pachacútec mehr als 90 Jahre gedauert hat und von seinem Nachfolger, Tupac Inca Yupanqui Inca, im 16. Jahrhundert hätte abgeschlossen werden sollen.

Festungsanlage oder zeremonieller Tempel?

Dem Chronisten Garcilaso de la Vega zufolge war diese zeremonielle Festung "das größte architektonische Werk, das die Inkas während ihrer Blütezeit vollbrachten". Obwohl sein Nutzen nicht vollständig geklärt ist, wird vermutet, dass die Anlage für militärische Zwecke bestimmt war: Hier sollten Inkakrieger ausgebildet werden. Betrachtet man jedoch die Architektur, wird einem der Komplex als ein großer zeremonieller Tempel präsentiert, der dem Gott Inti (Sonne) geweiht ist und somit die geeignetste Funktionalität zu scheinen sein.

Für den Erbau der archäologischen Anlage, mit einer Fläche von 3.000 Hektar.
Kredit: César Vallejos / PromPerú.

Das Hauptmerkmal dieses zyklopischen Bauwerks sind seine großen Steinblöcke, von denen einige mehr als 9 Meter hoch sind und bis zu 100 Tonnen wiegen. Sie sind feinsäuberlich gemeißelt und passen an allen Seiten, Ecken und Kanten perfekt zusammen und das obgleich sie nur übereinander gelegt wurden ohne die Verwendung von Zement. Im Inneren Teil wurden große Lebensmittel- und Waffenlager sowie Bewässerungskanäle, zeremonielle Tempel und Dutzende weiterer Komplexe gefunden.

Der Kult des Sonnengottes „Inti“

Im hinteren Teil des archäologischen Komplexes findet jedes Jahr am 24. Juni die „Inti-Raymi“ -Zeremonie statt, die auch als "Fest der Sonne" bekannt ist. Zur Zeit der Inkas pilgerten Zehntausende von Menschen dorthin, um allerlei Opfergaben zu bringen, eine Tradition, die bis heute anhält. Die Einheimischen, die in farbenfrohen Kostümen gekleidet sind, führen typische Tänze inmitten der Anlage auf. Die Festlichkeit ist längst zu einer majestätischen Touristenattraktion geworden.

Zur Zeit der Inkas pilgerten Zehntausende von Menschen dorthin, um allerlei Opfergaben zu bringen, eine Tradition, die bis heute anhält.
Kredit: Heinz Plenge Pardo / PromPerú.

Wie kommt man hin?

Es gibt vier Möglichkeiten, vom Stadtzentrum Cuscos nach Sacsayhuamán zu gelangen: zu Fuß dauert der Aufstieg ca. 30 Minuten ab dem Hauptplatz „Plaza de Armas“. Eine Fahrt mit dem Taxi kostet etwa 15 Soles, auch kann man mit dem öffentlichen Bus dorthin gelangen oder aber mit einer organisierten Tour.

Zweifelslos ermöglicht es dem Besuch von Sacsayhuamán mehr über die Geschichte des Inkareichs zu erfahren und über sie zu lernen. Vor allem aber hinterlässt die Festung großen Eindruck, denn sie zeugt von einer eindrucksvollen Geschicklichkeit der vorspanischen Epoche.

Quellen: La República / Andina / Aboutespañol

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