
Geschrieben von:
peru.travel
Thursday, September 17, 2020
Peruanische Unternehmen werden regelmäßig geschult.
Die neue Normalität bringt so einiges mit sich, auch neue Reisetrends. Unter diesem Aspekt wirbt die peruanische Kommission für Export- und Tourismusförderung (PROMPERU) nun vor allem für das nachhaltige Tourismusangebot des südamerikanischen Landes. Man geht davon aus, dass Aktivitäten und Abenteuer an der frischen Luft und in der freien Natur Bereiche sind, die sich als erstes erholen werden, denn „an der frischen Luft sein“ liegt vor allem jetzt im Trend.
Tourismus in der natur
Wir erleben eine Zeit des Umbruchs. Eine Zeit in der, umweltfreundlicher Tourismus gefördert und in der die Erhaltung der Ökosysteme immer mehr Priorität eingeräumt wird. Auch Peru konnte mit Hilfe des „Nationalen Amtes für Naturschutzgebiete“ (SERNANP) bisher 76 verschiedene Schutzprogramme ins Leben rufen und dessen Gebiete nun staatlich geschützt werden. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt der künstlich erzeugten Strände zur Erhaltung der Taricaya-Schildkröten die im Nationalpark „Pacaya Samiria“ heimisch sind. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Region Loreto ins Leben gerufen. Mittlerweile wird das gesamte Projekt von den Gemeinden vor Ort selbständig geleitet und im Jahr 2018 wurden 2,3 Millionen Eier gezählt.
Eine weitere Initiative zum Schutz der biologischen Artenvielfalt des Landes sind die rund 147 Gebiete die privat erhalten werden (ACP), und im ganzen Land zu finden sind. Das erste Gebiet wurde im Jahr 2000 in der Region Lambayeque von der Gemeinde Santa Catalina gegründet. Es ist das Naturschutzgebiet „Chaparrí“ wo seither die sogenannten Trockenwälder der Region geschützt werden.
Ein weiteres Beispiel ist das Naturschutzgebiet „Abra Patricia“, welches sich zwischen den Regionen Amazonas und San Martín befindet. Es ist ein regelrechtes Paradies, vor allem für Vogelfreunde, denn es beherbergt etwa 300 Arten von denen einige sogar vom Aussterben bedroht sind. Durch den Besuch vieler Touristen können die Einheimischen vor Ort als Parkwächter, Naturkundeführer oder als Projektmitarbeiter zur Artenerhaltung, Arbeit finden. Die Verdienste kommen somit dem Erhalt des Naturreservats zu Gute.
Abenteuertourismus
Eine weitere Branche die vorrangig unterstützt wird ist der Abenteuertourismus, welcher aufgrund seiner großartigen Kulisse weitgehend mit der Natur verbunden ist. Unter den verschiedenen Initiativen ist die NGO mit dem Namen „Marañón Waterkeeper“ hervorzuheben. Ihre Aufgabe ist es den Fluss Marañón, welcher in den reißenden Amazonasfluss mündet, zu schützen und zu erhalten. Hierfür wurde das Unternehmen „Marañón Adventures“ gegründet, welches Reisenden jede Menge Abenteuer- und Kulturerlebnisse bietet. Das Adrenalin des Kanufahrens wird mit einem authentischen Besuch in einer regionalen Gemeinde verbunden. Die Reisenden werden somit zu einer Art Botschafter der Region, da sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse teilen und bekannt machen. Auch hier werden durch den Tourismus finanzielle Mittel eingenommen um damit den Fluss zu schützen.
Des Weiteren ist das Land für seine beeindruckenden Wellen bekannt, die Peru zu einem regelrechten Surfer-Paradies machen. Seit 2014 gibt es die NGO „Hazla por tu Ola“ („Mach es für Deine Welle“) welche zum Ziel hat, durch Spendengelder und Talente, für die Erhaltung der Wellen einzustehen. Bis heute konnten bereits ca. 20 Wellen in verschiedenen Regionen Perus rechtlich geschützt werden, darunter die weltberühmte längste linke Welle in dem Ort Chicama, in der Region La Libertad im Norden Perus.
Fortbildung für unternehmen
In Hinsicht auf die künftige Wiederaufnahme des Tourismus und angesichts dessen, dass bei einer Reiseentscheidung dem Thema Nachhaltigkeit immer mehr Vorrang eingeräumt wird, konzentriert sich Peru vor allem auch auf eine stetige Fortbildung der peruanischen Unternehmen, die durch virtuelle Seminare an das Thema Nachhaltigkeit herangeführt werden. Unterstützt wird Peru dabei von wichtigen europäischen Partnern wie zum Beispiel „TourCert“ oder dem Schweizerischen Importförderungsprogramm (SIPPO) oder durch die Finanzierung der Schweizerischen Zusammenarbeit (SECO).
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