Marca Perú

Geschrieben von:

peru.travel

Monday, May 24, 2021

Auf dieser Seite

Als die spanischen Konquistadoren unter der Führung von Francisco Pizarro das Ende des Inkareiches einleiteten, fiel ihnen danach die Aufgabe zu, einen Ort zu finden, der als Hauptstadt der besetzten Ländereien dienen sollte. Die Wahl fiel zunächst auf die im zentralen Hochland gelegene Stadt Jauja. Ihr weit von der Küste entfernter Standort und die Höhenlage erwiesen sich jedoch als nachteilig für eine vollständige Besiedlung.

Also setzte die Forschergruppe ihre Suche fort und entdeckte ein Tal mit reichlich Wasser und ausgedehnten bewirtschafteten Feldern. Ein Ort in der Nähe der Ufer des Pazifiks, mit einem guten Klima, das die Besucher begeisterte, weshalb sie ihn schließlich als politisches, kulturelles und finanzielles Zentrum der spanischen Krone auswählten, und ihn als Stadt der Könige benannten, die später als Lima bekannt werden sollte.

Dieses fruchtbare und weitläufige Gebiet, das als Stadt Rimac bekannt ist und etwa 20.000 Einwohner beherbergt, wurde am 18. Januar 1535 zur Hauptstadt von Peru, eine Stadt, die im Laufe ihres fast 500-jährigen Bestehens mehrere Eigentümlichkeiten hervorgebracht hat, die Sie mit Sicherheit überraschen werden.

Eine Metropole mit der kleinsten Kirche der Welt 

Mit 50 Quadratmetern zieht diese kleine und farbenfrohe Kapelle im Zentrum von Lima wegen ihres großen kulturellen Wertes zahlreiche Besucher an. In ihrem Innern befinden sich ein Hauptaltar und ein Retabel des heiligen Judas Thaddäus, der als Schutzpatron der Arbeit und der ausweglosen Situationen gilt. Die Kirche ist bei katholischen Gläubigen sehr beliebt.

Die einzige Hauptstadt Südamerikas mit Blick auf das Meer 

Da die Stadt am Ufer des Pazifiks liegt, beschlossen die Behörden von Lima in den 1960er Jahren, eine große Küstenstraße zu bauen, die als Verbindung zwischen den nördlichen und südlichen Stadtteilen dienen sollte. Diese wichtige städtebauliche Arbeit, die Costa Verde (Grüne Küste) genannt wird, sorgte dafür, dass die Menschen in Lima von verschiedenen Punkten der Stadt aus einen einfacheren und besseren Zugang zu den Stränden der Küstenlinie haben, die in den vergangenen Jahren so vernachlässigt wurden.

Heute ist diese Gegend nicht nur eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Hauptstadt Perus, sondern auch ein beliebter Ort für Familien und Sportler, die eine Auszeit von der Stadt suchen und einen Moment der Entspannung und des Wohlbefindens verbunden mit einem spektakulären Blick auf das Meer verbringen möchten.

Eine Stadt mit einer großen präkolumbianischen Vergangenheit 

Die Geschichte von Lima reicht nicht nur bis in die Zeit der Eroberung Amerikas zurück, sondern tausende von Jahren davor. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Perus kann man die mehr als 300 präkolumbianischen Huacas entdecken und besichtigen, die sich hier in perfekt erhaltenem Zustand befinden. Überreste, die den großen Wert der Lima-Kultur belegen und unter anderem an diesem Ort entstanden sind.

Die Stadt der Könige  

Im Laufe der Zeit hat man geglaubt, dass diese, Francisco Pizarro zuerkannte Bezeichnung auf seine engen Beziehung zu den Königen von Spanien zurückzuführen ist. Sie wurde jedoch zu Ehren der drei Weisen danach benannt.

Historikern zufolge fand die Suche der spanischen Konquistadoren nach einem Ort für die Gründung der neuen Hauptstadt des Vizekönigreichs in den ersten Januarwochen des Jahres 1535 statt, also am selben Datum, an dem sich die Heiligen Drei Könige auf den Weg nach Bethlehem machten.

Eine mittelalterliche Burg, die Sie besichtigen können 

In Nähe des Zentrums von Lima befindet sich die von Touristen stark frequentierte Burg Rospigliosi. Sie wurde 1929 erbaut, um den spanischen König Alfonso XIII. während seines Besuchs in der Hauptstadt von Peru zu beherbergen.

Heute befindet sich in diesem sehr gut erhaltenen Gebäude das Luftfahrtmuseum, in dem man nicht nur einen großen Teil der Geschichte der Luftfahrt, sondern auch Relikte aus dem Mittelalter bestaunen kann.

Barranco - Limas Hipster-Viertel 

Einer der touristischsten Orte in Lima ist Barranco. Dieses südlich des historischen Zentrums gelegene kleine Viertel ist ein Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle, junge Leute und Touristen, die auf der Suche nach einem Künstler-Ambiente sind oder einfach nur Spaß mit Musik und Pisco Sour in einigen der ansässigen rustikalen Bars wollen.

Die Tour umfasst auch Museen, Buchläden und Modegeschäfte. Diese Geschäfte, zusammen mit der charmanten und farbenfrohen Architektur der alten Häuser, haben dazu geführt, dass Barranco als das Viertel mit dem größten touristischen Potenzial in Lima gilt.

Ein von Mauern umgebenes historisches Zentrum 

Während der Zeit des Vizekönigreichs wurde Lima zum wichtigsten politischen und kommerziellen Zentrum des spanischen Imperiums in Südamerika. Da die Stadt einen großen Bestand an Juwelen und Edelmetallen besaß, war sie das Objekt ehrgeiziger Piraten und Korsaren, die aus Europa mit der Absicht kamen, die Stadt zu überfallen und ihren Schatz zu plündern.

Dies führte schließlich zum Bau von Mauern, welche die Stadt als Bollwerk umschließen und als Verteidigung gegen mögliche Angriffe dienen sollten. Heute sind noch einige Überreste dieser Mauern in der Umgebung des historischen Zentrums zu sehen.

Ein Park für Katzenliebhaber

Ein Ort, der in den letzten Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt für Einheimische und Ausländer geworden ist, ist der Zentralpark von Miraflores. Denn in ihm versammeln sich nicht nur diejenigen, die einen Moment Ruhe und Erholung suchen, sondern er ist im Laufe der Zeit auch ein Rückzugsort für Hunderte von Katzen aller Rassen und Farben geworden, die hier alle auf Streicheleinheiten warten.

Die Stadt, die den Regen vermisst 

Viele Besucher Limas fragen sich, warum es trotz des immer bewölkten Himmels nur selten regnet. Diese schwer zu übersehende Besonderheit ist auf den kalten Humboldtstrom zurückzuführen, der für eine niedrige Wassertemperatur an den Küsten sorgt.

Dieses klimatische Phänomen erzeugt eine dichte Wolkendecke, die sich etwa 500 Meter über dem Boden hält und keine Sonnenstrahlen hindurchlässt. Hinzu kommt die Nähe der Andenkette, die wie eine Art Mauer die Wolken am Durchzug hindert, sodass sie über der Wüste von Lima „stagnieren“, ohne die Küsten zu beregnen.

Trotz dieses einzigartigen Klimas und des geringen Niederschlags hat die Stadt Lima viele Gärten und weitläufige Parks voller Grün, die irgendwie, besonders im Winter, die Melancholie eines Spaziergangs im Regen wettmachen.

Quellen: Andina / Medium / América TV / Capital

Folgen Sie uns in den sozialen Netzwerken
Facebook | Twitter | Instagram | Youtube